Letzte Leine los…

Zum Reisen gehört Abschied. Immer wieder. Aber der erste Abschied fällt vielleicht am schwersten. Erst wenn man geht merkt man, wie viele gute Freunde man hat. All die lieben Menschen die mich in dem letzten Tagen besucht haben, all die guten Wünsche, die warmen, Mut machenden Worte taten so gut aber machten den Abschied auch schwer. Dennoch einen Dank an jeden einzelnen, ohne dem hätte ich nicht los fahren wollen.

Auslaufend Eckernförde

Um 2330 ging es endgültig los. Tränen gehören auch dazu. Und die richtige Freude auf das was mir bevor steht will sich noch nicht so richtig einstellen. Ich muss vielleicht erstmal in dieses neue Leben rein wachsen.

Irgendwie auch überraschend der Aufbruch, gab es doch in den letzten Monaten viele Momente in denen ich an der Umsetzung meines Plans gezweifelt habe. Corona und alles damit verbundene hat auch mich gefickt. Vor allem seelisch. Irgendwann habe ich den Entschluss gefasst jetzt alles auf eine Karte zu setzen. Bin mit Irmi in die Werft, hab ihr ein neues Kleid spendiert. 18 Tage viel Arbeit aber endlich tat sich was. Es ging voran.

Die vergangenen Tage sind dann schnell erzählt. Um 0400 in Holtenau durch die Schleuse, 1400 in Brunsbüttel, auf Hochwasser warten und um 1800 durch die Schleuse auf die Elbe. Ein letztes Mal Elbwasser riechen, aber die ganzen Großbaustellen auf MEINEM Fluss haben mich schockiert. Elbvertiefung einzig fürs Kapital und Konsum.

Um 2030 waren wir dann fest in Cuxhaven. War n langer Tag… Gestern dann noch einmal Abschiedsbesuch von zwei lieben Freunden, die es nicht nach Eckernförde geschafft haben. Es tat so gut euch nochmal zu sehen. Und auch kleine Arbeiten an Irmi. So hat sie jetzt einen neuen Radarreflektor (SeaMe), mit dem ich bestimmt (hoffentlich) nicht übersehen werde.

Heute um 1700 los. Sonne, etwas Wind, perfekt. Jetzt ist Helgoland in Sicht, dahinter geht die Sonne unter und wir hoffen noch einen Eiergrog zu kriegen. Irmi gibt alles und rennt mit 7,5 Knoten auf den roten Felsen zu

2 Kommentare

  1. Sehr schön geschrieben. Fast genauso fühlte es sich auch bei mir an. Traurig und schön zugleich. Jetzt biste allerdings tatsächlich unterwegs, und das Schöne wird sich sehr schnell durchsetzen. Ich hoffe nur, es gab noch einen Eiergrog für euch…

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