Yiiieehaa, es kann weiter gehen

Gute Nachricht! Wie ich vorgestern Abend von der offiziellen Facebookseite der Regierung von Gambia erfahren habe, ist die Einreise für Touristen wieder möglich. Wir, das heißt die Crew der Ivalu ( ahoi.blog ) ich, freuen uns sehr. Jetzt warten wir nur noch auf ein passendes Wetterfenster um über Madeira und die Kanaren nach Afrika zu kommen. Marokko bleibt leider noch weiterhin geschlossen für Individualreisende und fällt somit aus.

Grillabend am Strand

Boatlife in der Algarve

Jetzt hänge ich hier schon über zwei Wochen rum und die Zeit vergeht mal wieder wie im Flug. Als ich am späten Vormittag Sagres verlassen habe, konnte ich mit herrlichen 15kn Wind und ohne Wellen nach Portimao rauschen. Dort wurde ich schon von Ninette und Lothar zum Kaffee erwartet. Schön die beiden wieder zu treffen.

Portimao ist nicht besonders schön, Hochhäuser reihen sich aneinander, das meiste Hotels und Ferienappartments, obwohl es aussieht wie sozialer Wohnungsbau. Aber der Hafen ist mit 18€ pro Nacht in der Nachsaison günstig und ich wollte ja auch nur die beiden treffen.

Zwei Tage später wurde ich von ihnen zu einem langen Ausflug mit dem Auto eingeladen. So konnte ich nochmal von Land sehen, wo ich ein paar Tage zuvor im Dunkeln gesegelt und geankert habe. Cabo Sao Vicente, Sagres, Figuera, Lagos… Und am Ende noch die Gelegenheit zum Großeinkauf genutzt. War echt schön, vielen Dank nochmal an dieser Stelle.

Ninette und Lothar, seit Camares sur Mer treffen wir uns immer wieder
Leuchtfeuer Cabo Sao Vicente
Vor ein paar Tagen im Sonnenuntergang entlang gesegelt
Mein Ankerplatz vor Sagres von oben

Lagos

Nach vier Tagen wollte ich dann aber auch gerne mal wieder den Hafen wechseln und ins nur 8sm entfernte Lagos verholen.

Ich kam gerade vom Hafengebühren bezahlen, als draußen 3 jüngere Leute standen, mit einem Pappschild in der Hand.

Claudia und Joel aus der Schweiz wollen um die Welt trampen. Der dritte, auch Joel, soll deren VW Bus dann zurück in die Schweiz fahren. Ihn haben die beiden ebenfalls erst vor ein paar Tagen über Instagram kennen gelernt. Kurzerhand lud ich die drei auf einen Kaffee bei mir an Bord ein, auch wenn ich noch nicht plante bald Richtung Kanaren zu segeln. Spontan nahm ich die beiden Jungs mit nach Lagos, Claudia musste mit ihrem Bus fahren. Schließlich hingen wir die folgenden Tage viel zusammen rum, haben abends gemeinsam gegessen und so manches Bier verhaftet. Joel (der Fahrer) ist zudem noch ein begnadeter Fotograf und Wanderer. Mittlerweile wohnt er seit ca einigen Tagen bei mir an Bord und in der Zeit sind viele atemberaubende Fotos entstanden. Schaut auf Instagram@vernoomedia und Instagram@freiheit_inklusiv

In Lagos traf ich dann auch Rikki, Martin, Peter und die kleine Kira von der Ivalu, die ich schon eine ganze Weile auf ihrem Blog und bei Marinetraffic verfolgte. Zwar besteht meine Sehnsucht Afrika zu erleben schon lange, doch ist deren Blog daran Schuld, dass ich mich entschlossen habe Senegal und Gambia mit dem Schiff abzulaufen. So freute ich mich sehr darüber sie endlich zu treffen um zu erfahren ob sie Möglichkeiten sehen trotz Corona diese Länder abzulaufen. Glücklicherweise ist das Thema vom Tisch. Unabhängig davon habe ich weitere vier tolle und liebenswürdige Menschen kennengelernt, wie zur Zeit eigentlich jeden Tag. So trifft man sich oft zum Kaffee oder abendlichen Bierchen, oder einfach nur ein kurzer Schnack von Dinghy zu Schiff.

Mittlerweile liegen wir in der Bucht von Alvor, zusammen mit vielen anderen Fahrtenseglern, die zum Teil schon lange hier sind oder sogar hier seit vielen Monaten hängen blieben. Einige auch schon seit Jahren.

Die Bucht ist nach allen Seiten geschützt, ein Naturreservat mit Sandwatt, es sieht fast aus wie im friesischen Wattenmeer. Außer wenn die Fischer nachmittags mit Vollgas raus und abends wieder rein fahren, knapp an den ankernden Yachten vorbei, ist es herrlich ruhig. Das Wasser ist warm genug zum Baden bei Niedrigwasser kann man einen Spaziergang über die Sände machen.

v.l.n.r Joel, Joel, Claudia und…naja, den kennt ihr ja

Im Nordatlantik braut sich gerade ein gewaltiges Tiefdruckgebiet zusammen. Dieses werde ich noch vorbei ziehen lassen, bevor ich mich auf den Weg nach Madeira mache. Zwar wäre jetzt noch ein einigermaßen günstiges Fenster mit Zeit bis Samstag, aber das würde jetzt einen überstürzten Aufbruch bedeuten und ich hätte dieses Sturmtief die ganze Zeit im Nacken sitzen. Also lieber abwarten…

Ein Kommentar

  1. Moin Thomas, ich freue mich für dich über deine zahlreichen Bekanntschaften. Weiter so. Und alles Beste für den Törn über Madeira nach Afrika. Das ist ja ein ziemlich langes Ende. Viel Glück und alles Beste Anja

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