Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben

Um es kurz zu machen:

Um es kurz zu machen: Zweimal habe ich, zusammen mit der Ivalu, nun schon die Abfahrt nach Madeira/Porto Santo verschoben. Erst war ich es, der am letzten Freitag Bedenken geäußert hat, dann war es Martin am Montag. Jedesmal war es ungefähr das gleiche Wettergeschehen. Erst gar kein Wind, dann irgendwann wenig Wind und hohe Wellen. So auch für morgen. Aber wir müssen bald mal los, langsam drängt die Zeit, drängen die immer kleiner werdenden Wetterfenster. Und wir wollen weiter nach Süden. Wird nämlich kalt hier, vorletzte Nacht stand das Termometer auf fröstelnde 12 Grad. Also haben wir gestern Abend beim „Skipperbriefingbier“ beschlossen es morgen zu versuchen. Es ist alles andere als optimal, der alte Hurrikan Epsilon schickt noch ne ziemlich hohe Welle hier runter und ab Donnerstag soll es dicken SW geben. Keine guten Voraussetzungen um im Hafen von Porto Santo zu ankern, der ist nach SW offen. Dennoch waren wir entschlossen es zu versuchen. Mit leichtem nervösen Unbehagen ging ich dann schlafen.

Heute morgen saßen wir erneut zusammen, als von Martin der Vorschlag kam, auf Madeira zu verzichten und direkt auf die Kanaren zu gehen. Vom Weg macht es keinen großen Unterschied und die Windbedingungen scheinen deutlich besser zu sein. Nach einem Moment des Haderns und Überlegens, des Schade findens und des Suchen nach einer besseren Option, konnte ich mich immer mehr mit dem Gedanken anfreunden. Morgen laufen wir gemeinsam aus nach La Graciosa, der kleinen nördlichen Schwester von Lanzarote. Natürlich ist es schade Madeira nicht zu sehen, aber ich werde sicher noch so viele schöne Inseln besuchen, dass der Verlust zu verschmerzen ist.
Und aufgeschoben ist nun mal nicht aufgehoben. Irgendwann komme ich wieder daran vorbei und dann passt es.

Heute waren wir noch zusammen einkaufen. Drei Männer (Peter, Martin und ich) im Baumarkt, Sportgeschäft und, ließ sich leider nicht vermeiden, Lidl. Dreimal dürft Ihr raten wo wir am meisten Zeit verbracht haben 😉
Jetzt freue ich mich auf die kommenden 5 Seetage, wenn auch wie immer die Aufregung und das mulmige Gefühl dabei ist. Aber tatsächlich weniger als bei dem Gedanken nach Madeira zu segeln.

Adeus Algarve

Ein Monat war ich nun in der Algarve. Ist mir heute aufgefallen, da ich bei Vollmond um das Cabo Sao Vicente gesegelt bin und morgen wieder Vollmond ist. Die Tage zähle ich schon nicht mehr, sie vergehen und immer gibt es neue Eindrücke, neue Menschen, kleine oder große Erlebnisse.
Letzte Woche Dienstag durfte ich hier in Portimao einen Sturm abwettern, der mit bis zu 50kn angekündigt war. Der Wind war nicht ganz so stark, aber der Schwell, der hier in den Hafen stand war schon sehr nervig. Am Steg rissen Klampen raus, zwei Schiffe wurden daurch beschädigt, Der Strom auf dem einen Steg und das Wasser auf dem anderen fielen aus, die ganze Marina war in Bewegung. Irmi ruckte und knirschte in ihren Leinen, einer meiner Festmacher musste dran glauben. Aber sonst ist zum Glück nichts schlimmes passiert.

Die letzten drei Tage hatte ich ein Auto gemietet und konnte endlich das Hinterland sowie die felsige Westküste mit den unglaublich riesigen und einsamen Stränden zwischen den Felsen erkunden. Lange fuhr ich kleinste Schotterstrecken an der Steilküste entlang, hier und da eine Ansammlung von Campingbussen, sonst Einsamkeit und kleine Dörfer.

So werde ich nun ab morgen ca. fünf Tage auf See sein. Die längste Zeit bisher. Bin sehr gespannt wie es sein wird, wie ich das hin kriege. Und ich muss durchhalten, unterwegs ist nichts wohin ich kann wenn ich keinen Bock mehr habe. Marokko ist ja leider dicht. Wirklich schade, wollte doch Geschirr kaufen. Also nicht unruhig werden, wenn Ihr die nächsten Tage nichts von mir hört. Melde mich, wenn ich angekommen bin.

Zum Abschluß noch was zum gucken:

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